Haar

Haarprobe

Haarprobe

Die Untersuchung von Haarproben auf Drogenwirkstoffe hat sich in den letzten Jahren verstärkt durchgesetzt. Während des ständigen Haarwachstums (ca. 1 cm pro Monat beim menschlichen Kopfhaar) werden die in der Zwischenzeit aufgenommenen Drogenwirkstoffe und deren Abbauprodukte mit in die Haarmatrix eingebaut und dort gespeichert. Wird einem Probanden eine Haarprobe entnommen, kann somit, je nach Haarlänge (z. B. 3 cm für die letzten 3 Monate), ein Drogenkonsum im entsprechenden zurückliegenden Zeitraum nachgewiesen werden.

Aber auch eine Drogenabstinenz über einen längeren Zeitraum kann über eine solche Haarprobe sicher nachgewiesen werden. Haarproben können schnell und nicht-invasiv entnommen und unkompliziert zum Labor verschickt werden. Dafür wird geschultes, aber nicht zwangsläufig medizinisches Personal benötigt. Zu berücksichtigen ist bei der Haaranalyse zum einen, dass eine einmalige oder äußerst seltene Aufnahme von Drogen mit einer Haaranalyse nicht zwangsläufig nachgewiesen werden kann. Des weiteren wachsen nicht alle Haare gleich schnell und regelmäßig und beenden nach einer gewissen Wachstumsphase (anagene Phase) ihr Wachstum mit einer Ruhephase (telogene Phase), sodass eine 3 cm lange Haarprobe eben nicht genau einem Zeitraum von 3 Monaten entspricht, sondern einen deutlich längeren Zeitraum widerspiegeln kann. Besonders nach einem Abstinenzbeginn sollte ein Sicherheitszuschlag (mind. 1-2 Monate) hinzugerechnet werden, damit man nicht Drogenwirkstoffe von einem früheren Drogenkonsum nachweist.

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